 |
 |
Temporäre Nutzungen
als Bestandteil des modernen Baulandmanagements
Von Egbert Dransfeld und Daniel Lehmann.
Hrsg.: Forum Baulandmanagement NRW
Dortmund 2008, 130 S.
Kostenfreie
Bestellung
|
Baulandmanagement galt
bislang als Synonym für die strategische Baulandbereitstellung.
Baulandmanagement als Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung
ist jedoch mehr als die reine Entwicklung von Agrarland zu Bauland.
Ein ganzheitliches Baulandmanagement muss im Sinne einer nachhaltigen
Stadtentwicklung den gesamten Flächenwirtschaftskreislauf
steuern. Dies beinhaltet auch den Umgang mit Nutzungsaufgaben.
In Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums und in
Folge steigender Siedlungsflächennachfrage ist zweifellos
die Baulandbereitstellung Hauptaufgabenfeld des Baulandmanagements.
In Zeiten demographischen Wandels und wirtschaftlicher Schrumpfung
rücken aber die nachfolgenden Abschnitte des Lebenszyklus
von Flächen in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund hat
sich das Aufgabenspektrum des Baulandmanagements bereits in vielen
nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden verschoben
und auch die noch prosperierenden, wachsenden Gemeinden müssen
sich auf zukünftig geänderte Rahmenbedingungen einstellen.
Die Verwertungszyklen werden kürzer und die Anzahl der Nutzungsaufgaben
steigt. Temporäre Nutzungen sind nicht nur zeitgemäß,
sondern sie ermöglichen auch einen flexiblen Umgang mit sich
schnell ändernden Nachfragesituationen.
Die Erfahrungen aus den neuen Bundesländern
mit Zwischennutzungen lassen darüber hinaus auch weitergehende
positive Impulse für die Stadtentwicklung erhoffen. Einschränkungen
ergeben sich durch ungesteuerte Entwicklungen. Gerade die Gefahr
einer Verstetigung von weniger erlösträchtigen Nutzungen
ist bislang ein Hemmnis – insbesondere in den Augen der
jeweiligen Grundstückseigentümer. An diesem Punkt setzt
die vorliegende Studie an. Sie führt die bisherigen Erfahrungswerte
mit Zwischennutzungen zusammen und überträgt diese Informationen
auf die nordrhein-westfälischen Rahmenbedingungen. Die vorliegenden
Informationen und Hinweise sollen den Städten und Gemeinden
helfen, Zwischennutzungen zu initialisieren und für ein nachhaltiges
ganzheitliches Baulandmanagement zu instrumentalisieren. Sie wendet
sich darüber hinaus auch an alle anderen Akteure des Bodenmarktes,
insbesondere die Grundstückseigentümer. Von besonderem
praktischem Wert sind nicht zuletzt auch die enthaltenen Vertragsbeispiele,
welche wertvolle Anregungen für die Formulierung eigener
Regelungen liefern können.
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung
1. Anlass und Zielsetzung der Studie
2. Aufbau der Studie
II Einführung in das Thema
1. Brachen und Leerstand als Voraussetzung für Zwischennutzungen
2. Zwischennutzung: eine Begriffsbestimmung
3. Zwischennutzungen als Bestandteil des modernen Baulandmanagements
III Zwischennutzungen – eine Kategorisierung
1. Ungeplante Zwischennutzungen
2. Geplante Zwischennutzungen
3. Die Differenzierung nach der Dauer von Zwischennutzung
4. Die Differenzierung nach der Vornutzung
5. Die Differenzierung nach Arten von Zwischennutzungen
IV Die Akteure und ihre Ziele
1. Die Akteure bei Zwischennutzungen
2. Die Zielsetzungen der Akteure
3. Zwischenfazit
V Die Umsetzungen von Zwischennutzungen und rechtliche
Anforderungen
1. Das Instrumentarium zur Umsetzung von Zwischennutzungen
2. Bei der Umsetzung einer Zwischennutzung zu beachtende Rechtsvorschriften
3. Einordnung in das Planungsrecht (BauGB)
VI Kosten und Finanzierung von Zwischennutzungen
1. Bei Zwischennutzungen entstehende Kosten
2 Möglichkeiten der Finanzierung von Zwischennutzungen
VII Grundstückswertermittlung bei Zwischennutzungen
1. Nachfragebezogene Ursachen von Zwischennutzungen
2. Die Grundstückswertermittlung bei zwischengenutzten Brachflächen
3. Die Grundstückswertermittlung bei zwischengenutzten Gebäuden
VIII Fallbeispiele
1. Phönix-West
2. Gelsenkirchen Güterbahnhof Schalke-Süd
3. Projekt Industriewald Ruhrgebiet
IX Vor- und Nachteile von Zwischennutzungen
1. Nachteile von Zwischennutzungen
2. Vorteile von Zwischennutzungen
X Fazit
XI Kurzfassung
XII Literatur zum Thema
Anhang: Vertragsbeispiele
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Bei Interesse an dieser Veröffentlichung wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle.
Letzte Aktualisierung: 24.10.2010 © MWEBWV NRW, 2000-2009. Alle Rechte vorbehalten.
|